Friedrich Dürrenmatt Steckbrief

Friedrich Dürrenmatt Steckbrief

Friedrich Dürrenmatt Steckbrief – Friedrich Dürrenmatt war ein Schweizer Schriftsteller, Dramatiker und Maler. Er wurde 1921 in Konolfingen geboren und starb am 1990 in Neuchâtel. Bekannt wurde er durch seine Theaterstücke und Kriminalromane. Dürrenmatt prägte mit seiner Tragikomödie das deutschsprachige Theater der 1950er und 60er Jahre. Nach seinem Tod hinterließ er rund 20 Erzählungen, 25 Bühnenstücke und einige unfertige Werke.

Friedrich Dürrenmatt Steckbrief – Privatleben

Friedrich Dürrenmatt Steckbrief - Bild
Friedrich Dürrenmatt – von Unbekannt [Public domain], via Wikimedia Commons

– Vater war protestantischer Pfarrer
– Dürrenmatt war ein schlechter Schüler, hasste die Schule und bestand das Abitur nur knapp
– bereits als Schüler war er künstlerisch begabt, malte lieber als zu lernen
– studierte Literatur, Philosophie und Naturwissenschaften in Zürich und Bern, brachte es aber zu keinem Abschluss
– heiratete 1946 die Schauspielerin Lotti Geißler, sie starb 1983
– 1984 heiratete Dürrenmatt die deutsche Journalistin, Schauspielerin und Regisseurin Charlotte Kerr
– mit Lotti Geißler hatte er einen Sohn Peter (1947) und die beiden Töchter Barbara (1949) und Ruth (1951)

Friedrich Dürrenmatt Steckbrief – Karriere und literarisches Wirken

– seine schriftstellerische Karriere wurde durch Max Frisch gefördert
– arbeitete zu Beginn seiner Karriere als Theaterkritiker, Zeichner und Grafiker
– illustrierte teilweise seine eigenen Werke
– aus finanziellen Schwierigkeiten nimmt er 1950 eine Auftragsarbeit der Zeitschrift „Der Schweizer Beobachter“ an, wofür er den erfolgreichen Fortsetzungsroman „Der Richter und sein Henker“ schrieb


– entwickelte seine eigene Dramatheorie: die Tragikkomödie, eine Vermischung aus Drama und Komödie mit grotesken Elementen
– beherrschendes Thema seiner Stücke ist das moralische Verhalten von Individuum und Kollektiv
– Orientierung an Berthold Brecht
– bediente sich des Stilmittels der Verfremdung:
– schaffte eine Distanz zum Geschehen auf der Bühne
– Widersprüchlichkeiten werden dargestellt (Recht – Unrecht, Macht – Ohnmacht, Gewalt – Gnade)
– Zuschauer soll nicht nur zusehen sondern nachdenken

Friedrich Dürrenmatt Steckbrief – Veröffentlichungen und Preise

– erste Veröffentlichung: die Erzählung „Der Alte“

Bekannteste Werke:
Der Richter und sein Henker (1950)
Die Ehe des Herrn Mississippi (1950)
Der Verdacht (1952)
Die Panne (1956)
Die Physiker (1962)
Der Besuch der alten Dame (1956)
Es geschah am helllichten Tag (1958)
Das Versprechen (1958)
Der Meteor (1966)

– Dürrenmatt wird bald über die deutschsprachige Grenze hinaus bekannt


er erhält zahlreiche Auszeichnungen, darunter:

Preis der Welti-Stifung 1948
Schillerpreis der Stadt Mannheim 1959
Großer Schillerpreis der Schweizerischen Schillerstiftung 1960
Buber-Rosenzweig-Medallie 1977
Österrischer Staatspreis für Europäische Literatur 1983
Carl-Zuckmeyer-Medallie 1984
George-Büchern-Preis 1986
Schiller-Gedächnispreis 1989
Ehrendoktorwürde der Universitäten in Philadelphia, Nizza und Jerusalem

– Der literarische Nachlass wurde von Dürrenmatt der Schweizer Eidgenossenschaft vermacht
– Im Jahr 2000 wurde das Museum „Centre Dürrenmatt Neuchâtel“ eröffnet